Die meisten Sourcing-Leitfäden beginnen und enden in Shenzhen. Spanien taucht kaum auf – erstaunlich, denn das Land ist flächenmäßig das zweitgrößte der EU, ein Schwergewicht bei Lebensmitteln und Landwirtschaft und Standort von Branchenclustern für Schuhe, Spielwaren, Keramik, Kosmetik und Mode, die halb Europa beliefern.
Woran es scheitert, ist nicht das Produkt, sondern die Auffindbarkeit. Ein großer Teil der spanischen Lieferanten sind Familienunternehmen mit rein spanischer Website, einem Vertriebler, der auf WhatsApp schneller antwortet als auf E-Mails, und ohne jede Präsenz auf Plattformen wie Alibaba. Wer auf Englisch oder Deutsch sucht, findet die meisten von ihnen schlicht nicht.
Dieser Leitfaden zeigt, wo spanische Hersteller und Händler tatsächlich zu finden sind, wie Sie nach ihnen suchen, wie Sie ein Unternehmen in fünfzehn Minuten prüfen und was sich in der Logistik ändert – je nachdem, ob Sie in der EU oder in den USA verkaufen.
Warum überhaupt in Spanien einkaufen?
Spanien lohnt sich, wenn die Herkunft Teil des Produktversprechens ist – oder wenn Sie innerhalb der EU verkaufen und kurze, zollfreie Lieferketten wollen.
Die wichtigsten Branchencluster nach Region:
Olivenöl – Andalusien, allen voran die Provinz Jaén. Spanien ist mit großem Abstand der weltgrößte Olivenölproduzent.
Fisch- und Meeresfrüchtekonserven (conservas) – Galicien, mit langer Tradition bei Premium-Thunfisch, Sardinen, Muscheln und Pulpo aus der Dose.
Schinken und Wurstwaren – Salamanca (Guijuelo), Huelva (Jabugo) und Extremadura.
Wein und Essig – La Rioja, Ribera del Duero, Katalonien und Jerez für Sherry-Essig.
Schuhe – Elche und das Vinalopó-Tal in der Provinz Alicante.
Spielwaren – Ibi bei Alicante, Spaniens traditionelles „Tal der Spielwaren“.
Keramikfliesen – Castellón, einer der größten Fliesenstandorte Europas.
Kosmetik und Körperpflege – Katalonien, mit einem dichten Netz an Private-Label-Laboren.
Mode und Textil – Galicien und Katalonien.
Für Händler in der EU sind die Vorteile vor allem logistisch und regulatorisch. Ware bewegt sich im Binnenmarkt zollfrei, ein Lkw aus Spanien erreicht Deutschland oder Frankreich in wenigen Tagen statt Wochen, und ein spanischer Hersteller ist ein in der EU ansässiger Wirtschaftsakteur – das vereinfacht die Frage nach der „verantwortlichen Person“ unter der EU-Produktsicherheitsverordnung (GPSR).
Für Händler in den USA zählt das Produkt selbst: „Made in Spain“ hat bei Feinkost, Olivenöl, Naturkosmetik und Lederwaren echtes Gewicht, und viele spanische Lieferanten akzeptieren kleine Erstbestellungen, die eine große asiatische Fabrik gar nicht annehmen würde.
Wissen, mit wem Sie sprechen: ein kurzes Glossar
Spanische Lieferanten beschreiben sich recht präzise – und die Begriffe entscheiden darüber, was Sie bei der Suche finden und wie Sie verhandeln.
Fabricante – Hersteller. Der richtige Ansprechpartner für Eigenmarke (Private Label), individuelle Verpackung und Preise pro Palette.
Distribuidor / distribuidor mayorista – Distributor bzw. Großhandelsdistributor. Führt mehrere Marken, meist mit festem Vertriebsgebiet.
Mayorista – Großhändler. „Venta al por mayor“ heißt Großhandel, „al por menor“ Einzelhandel.
Importador / exportador – Importeur / Exporteur. Ein Exporteur kennt Dokumente, Incoterms und die Beladung für internationale Lkw bereits.
Pedido mínimo – Mindestbestellmenge (MOQ). „Consultar“ (auf Anfrage) ist die übliche Angabe in einem Eintrag.
Tarifa – Preisliste. Fragen Sie, ob sie „por caja“ (pro Karton) oder „por palé“ (pro Palette) gilt.
Portes pagados / portes debidos – Fracht zahlt der Verkäufer / Fracht zahlt der Käufer.
Ficha técnica – technisches Datenblatt. Immer vor den Mustern anfordern.
NIF – die Steuernummer des Unternehmens. Mehr dazu weiter unten.
IVA – die spanische Mehrwertsteuer: 21 % regulär, 10 % ermäßigt (die meisten Lebensmittel), 4 % stark ermäßigt (Grundnahrungsmittel).
Wo spanische Lieferanten zu finden sind
Keine Quelle deckt alles ab, deshalb kombinieren erfahrene Einkäufer drei oder vier. Wofür sich welche eignet:
1. Ein B2B-Verzeichnis nur für Spanien: MayorVenta
MayorVenta ist ein Katalog spanischer Hersteller, Großhandelsdistributoren, Exporteure und B2B-Dienstleister, geordnet nach Kategorie und Provinz. Zum Zeitpunkt dieses Artikels listet er rund 4.000 Lieferanten in 2.719 Kategorien; Lebensmittel und Getränke sind mit Abstand am umfangreichsten.
Für ausländische Einkäufer macht die Suche den Unterschied. Statt den passenden spanischen Kategorienamen zu erraten, beschreiben Sie Ihren Bedarf so, wie Sie ihn einem Vertriebler schildern würden – Produkt, Format, Menge und Region –, und ein KI-Assistent ordnet ihn passenden Lieferanten zu und zeigt sie auf einer Spanienkarte. Die Oberfläche gibt es auch auf Englisch.
Wir haben es mit einer realistischen Private-Label-Anfrage getestet:
„Extra virgin olive oil in 500 ml glass bottles for export, about 2 pallets a month, Andalusia“
Nach etwa einer halben Minute lieferte der Assistent 79 Olivenöl-Lieferanten in Andalusien, die meisten als Exporteure und Großhandelsdistributoren gekennzeichnet, aufgeschlüsselt nach Provinz: 15 in Jaén, 12 in Sevilla, je 10 in Granada und Málaga. Ein Klick weitet dieselbe Suche auf ganz Spanien aus, ein weiterer öffnet die vollständige Liste im Katalog mit Filtern.
Was uns als Einkäufer gefallen hat:
Keine Registrierung für Käufer. Jeder Eintrag zeigt Telefon, WhatsApp, E-Mail und Website des Lieferanten, und Sie nehmen direkt Kontakt auf. Keine Provision auf Bestellungen, kein Zwischenhändler im Gespräch.
Filter nach Lieferantentyp. Sie können eine Kategorie auf reine Hersteller eingrenzen, wenn Sie Private Label suchen, oder auf Distributoren, wenn Sie eine Mischpalette mehrerer Marken wollen.
Geografie zuerst. Die Suche nach Lieferanten nach Provinz entspricht der Denkweise spanischer Einkäufer und ist auch für die Fracht relevant: Ein Lieferant nahe Valencia oder Algeciras liegt deutlich näher an einem Containerhafen als einer im Landesinneren.
Manuelle Prüfung. Einträge werden vor der Veröffentlichung geprüft; das Abzeichen „Verifiziert“ bedeutet, dass die Plattform Telefon, Domain und Geschäftstätigkeit kontrolliert hat.
Und die Grenzen, damit Sie wissen, was Sie erwartet:
Es ist ein Verzeichnis, kein Marktplatz. Es gibt kein Treuhandkonto, keinen Käuferschutz und kein Streitbeilegungsverfahren. Zahlungsbedingungen und Verträge regeln Sie direkt mit dem Lieferanten – die Prüfschritte weiter unten gelten also weiterhin.
Die Produktlisten in vielen Einträgen stammen von der Website des Lieferanten, und die Plattform weist darauf hin. Nehmen Sie sie als Ausgangspunkt und klären Sie Preise, Formate und Verfügbarkeit direkt.
Einträge und Kategorienamen sind überwiegend auf Spanisch. Die Übersetzungsfunktion des Browsers reicht in der Regel aus.
Am stärksten ist die Abdeckung bei Lebensmitteln, Gastronomiebedarf und Konsumgütern, schwächer in der Schwerindustrie.
Wer an einem Nachmittag eine Shortlist spanischer Produzenten für eine bestimmte Nische und Region braucht, findet hier den schnellsten Einstieg, den wir kennen.
2. ICEX und die regionalen Exportagenturen
ICEX España Exportación e Inversiones ist Spaniens staatliche Exportagentur. Sie betreibt Branchenprogramme und Handelsmissionen, und ihre Auslandsbüros – auch im deutschsprachigen Raum – können Kontakte zu Exporteuren einer Branche herstellen. Die regionalen Agenturen kennen ihr Gebiet noch genauer: Extenda für Andalusien, IVACE für die Region Valencia, ACCIÓ für Katalonien.
Geeignet für: Unternehmen, die bereits exportieren und ausländische Käufer suchen. Weniger hilfreich bei kleinen Manufakturen, die in diesen Programmen selten auftauchen.
3. Messen
Geschäftsbeziehungen werden in Spanien noch immer persönlich geknüpft, und eine Messe verdichtet Monate an E-Mails auf zwei Tage. Die wichtigsten:
Alimentaria (Barcelona) – die große Lebensmittel- und Getränkemesse.
Salón Gourmets (Madrid) – Feinkost und Manufakturware.
Fruit Attraction (Madrid) – Obst und Gemüse.
Cevisama (Valencia) – Keramik und Bad.
Momad (Madrid) – Mode, Schuhe und Accessoires.
Intergift (Madrid) – Geschenkartikel, Wohnen und Deko.
Ein praktischer Tipp: Erstellen Sie vor der Messe eine Shortlist der Aussteller in einem Verzeichnis und vereinbaren Sie Termine im Voraus. Spontan vorbeizukommen funktioniert, aber spanische Vertriebsteams sind oft Wochen vorher ausgebucht.
4. Europaweite Verzeichnisse
Europages und Kompass führen Spanien als Teil einer viel größeren europäischen Datenbank. Sie sind gut für größere Exporteure und Industrielieferanten und schwächer bei kleinen Produzenten, die nie ein englischsprachiges Profil angelegt haben.
5. Handelskammern und Branchenverbände
Jede spanische Provinz hat eine Cámara de Comercio, und fast jede Branche einen Verband (Olivenöl, Konserven, Schuhe, Spielwaren, Kosmetik). Deren Mitgliederlisten sind öffentlich oder auf Anfrage erhältlich, und eine kurze E-Mail auf Spanisch mit der Bitte um „fabricantes que exporten“ (Hersteller, die exportieren) bringt oft eine brauchbare Antwort. Auch die Deutsche Handelskammer für Spanien (AHK Spanien) vermittelt Kontakte.
So suchen Sie auf Spanisch (auch ohne Sprachkenntnisse)
Verwenden Sie die spanische Produktbezeichnung. „Aceite de oliva virgen extra“, „conservas de pescado“, „calzado de piel“, „cosmética natural“, „juguetes de madera“. Mit englischen oder deutschen Begriffen entgeht Ihnen der Großteil der Treffer.
Nennen Sie die Region. Spanische Lieferanten denken lokal: „conservas Galicia“ findet mehr als „conservas España“.
Beschreiben Sie das Geschäft, nicht nur das Produkt. Format, Verpackung, Monatsmenge und Zielland zeigen einem KI-Suchtool oder einem Vertriebler, ob Sie als Kunde passen.
Schreiben Sie die erste Nachricht auf Spanisch. Eine kurze, höfliche Nachricht – mit einem beliebigen modernen Tool übersetzt – bekommt deutlich mehr Antworten als eine englische. Stellen Sie in fünf Zeilen Ihr Unternehmen, das Produkt, die Menge und das Zielland vor.
Nutzen Sie WhatsApp. Viele spanische B2B-Lieferanten antworten auf WhatsApp innerhalb von Stunden, auf E-Mails innerhalb von Tagen.
Einen spanischen Lieferanten in 15 Minuten prüfen
Spanien hat gute öffentliche Register – Sie können ein Unternehmen also prüfen, bevor Sie auch nur einen Euro überweisen.
Lassen Sie sich die NIF geben. Jedes spanische Unternehmen hat eine Steuernummer (Número de Identificación Fiscal). Bei Gesellschaften beginnt sie mit einem Buchstaben: B für eine S.L. (vergleichbar mit der GmbH), A für eine S.A. (vergleichbar mit der AG). Sie muss auf den Rechnungen stehen und meist auch im Impressum der Website („aviso legal“).
Prüfen Sie die USt-IdNr. in VIES. Exportierende Unternehmen sind für den innergemeinschaftlichen Handel registriert; ihre USt-IdNr. lautet „ES“ plus NIF. Validieren Sie sie in der VIES-Datenbank der Europäischen Kommission. Ist ein angeblicher Exporteur dort nicht zu finden, fragen Sie nach.
Schauen Sie ins Handelsregister. Das BORME, das Amtsblatt des spanischen Handelsregisters, veröffentlicht Gründungen, Wechsel der Geschäftsführung und Kapitaländerungen. Ein vor drei Monaten gegründetes Unternehmen, das mit „20 Jahren Tradition“ wirbt, ist ein Warnsignal.
Gleichen Sie die Kontaktdaten ab. Telefon, Domain, Adresse und Firmenname sollten zusammenpassen. In Verzeichnissen mit manueller Prüfung ist ein Teil davon schon erledigt – bei großen Bestellungen sollten Sie trotzdem selbst prüfen.
Fordern Sie die richtigen Unterlagen an. Die Ficha técnica für jeden Artikel sowie die für Ihre Kategorie relevanten Zertifikate: IFS oder BRCGS bei Lebensmitteln, ISO 22716 (GMP) bei Kosmetik, CE-Kennzeichnung bei Produkten, die sie benötigen.
Erst Muster, dann eine kleine Erstbestellung. Achten Sie darauf, wie die Muster verpackt sind – genau so werden auch Ihre Paletten verpackt sein.
Der Lieferant ist nur die eine Hälfte der Kette. Die andere ist das Lager, das die Ware annimmt, und dort gilt dieselbe Sorgfalt: Nutzen Sie unsere 20-Punkte-Checkliste zur Prüfung eines Prep-Centers.
MOQ, Preise und Zahlungsbedingungen verhandeln
Rechnen Sie mit „pedido mínimo: consultar“. Mindestmengen sind in Spanien meist verhandelbar, besonders bei der ersten Bestellung. Kleinere Produzenten akzeptieren oft eine Mischpalette, größere kalkulieren pro voller Palette oder pro Lkw.
Vergleichen Sie Preise auf derselben Basis. Ein EXW-Preis (ab Werk) des einen und ein Lieferpreis des anderen Lieferanten sind nicht vergleichbar. Unser Incoterms-Leitfaden erklärt, welche Klausel Sie anfragen sollten.
Zahlungsbedingungen. Erstbestellungen neuer ausländischer Käufer werden in der Regel per Vorkasse gegen Proforma-Rechnung bezahlt – innerhalb der EU per SEPA-Überweisung, sonst per Auslandsüberweisung. Nach einigen Bestellungen können Sie ein Zahlungsziel verhandeln. Das spanische Recht begrenzt Zahlungsfristen zwischen Unternehmen auf 60 Tage – mehr werden Sie nicht hören.
Denken Sie an den August. Viele spanische Betriebe fahren im August stark herunter oder schließen für einen Teil des Monats. Wer Ware für das vierte Quartal braucht, bestellt bis Ende Juli.
Die Ware von Spanien zu Ihrem Marktplatz bringen
Wenn Sie in der EU verkaufen
Umsatzsteuer. Sind Sie in einem anderen EU-Land umsatzsteuerlich registriert und geben dem Lieferanten eine gültige USt-IdNr., handelt es sich um eine innergemeinschaftliche Lieferung: Der Lieferant stellt ohne spanische IVA in Rechnung, und Sie versteuern den innergemeinschaftlichen Erwerb selbst. Ohne gültige USt-IdNr. wird Ihnen spanische IVA berechnet.
Transport. Sammelgut und Komplettladungen fahren täglich von Spanien nach Frankreich, Deutschland, Italien und Polen und sind in der Regel innerhalb einer Woche am Ziel.
Verpackungs-EPR. Amazon verlangt für Deutschland (LUCID-Registrierung nach dem Verpackungsgesetz) und Frankreich EPR-Registrierungsnummern für Verpackungen, in einigen Kategorien auch anderswo. Die Registrierung Ihres spanischen Lieferanten deckt Sie als Verkäufer nicht ab.
Prep vor FBA. Spanische Lieferanten versenden in ihren eigenen Exportkartons, die selten den Etikettierungs- und Verpackungsregeln von Amazon entsprechen. Wenn die Paletten über ein Prep-Center oder einen 3PL-Dienstleister nahe dem Ziel laufen, ersparen Sie sich viele abgelehnte Sendungen.
Wenn Sie in den USA verkaufen
Incoterm und Hafen festlegen. Valencia, Barcelona und Algeciras sind Spaniens wichtigste Containerhäfen. Lassen Sie sich FCA oder FOB ab dem nächstgelegenen anbieten.
Die echten Landed Costs berechnen. Fracht, Zoll, Zollabfertigung, Vorlauf und Prep können die Kosten einer günstigen Palette verdoppeln. Rechnen Sie sie mit unserem Leitfaden zu Landed Costs pro Einheit durch, bevor Sie bestellen.
Den aktuellen Zollsatz prüfen. Die US-Zölle auf Waren mit EU-Ursprung haben sich 2025 mehrfach geändert. Ermitteln Sie den HTS-Code Ihres Produkts und bestätigen Sie den Satz mit Ihrem Zollbroker bei der Bestellung – nicht erst, wenn der Container ankommt.
Lebensmittel und Kosmetik haben eigene Regeln. Betriebe, die Lebensmittel in die USA exportieren, müssen bei der FDA registriert sein, und jede Lebensmittelsendung braucht eine FDA Prior Notice. Kosmetik fällt unter die Betriebsregistrierung und Produktlistung nach MoCRA. Ein Lieferant, der bereits in die USA exportiert, kennt das – einer, der es nicht tut, braucht Ihre Unterstützung.
Die Sendung absichern. Transportversicherung und eine klare Zahlungsstruktur sind auf einer dreiwöchigen Seefracht besonders wichtig. Lesen Sie, wie Sie Ware und Geld im internationalen Versand schützen.
Kurz-Checkliste
Wählen Sie ein Produkt, bei dem die spanische Herkunft ein Vorteil ist – oder bei dem Sie kurze Lieferketten in der EU brauchen.
Erstellen Sie eine Shortlist in einem spanienspezifischen Verzeichnis wie MayorVenta und gleichen Sie sie mit ICEX, Messeausstellerlisten und Branchenverbänden ab.
Suchen und schreiben Sie auf Spanisch, nennen Sie die Region und nutzen Sie WhatsApp.
Prüfen Sie NIF, USt-IdNr. in VIES und den Registereintrag im BORME.
Holen Sie Ficha técnica, Zertifikate und Muster vor der ersten Bestellung ein.
Vergleichen Sie Preise auf derselben Incoterms-Basis und berechnen Sie die Landed Costs.
Planen Sie um den August herum und schicken Sie die Ware über ein Prep-Center, bevor sie zu Amazon geht.
FAQ
Muss ich Spanisch sprechen, um bei spanischen Lieferanten einzukaufen?
Nein, aber es hilft sehr. Exporteure haben meist jemanden, der Englisch spricht; kleinere Produzenten oft nicht. Eine erste Nachricht auf Spanisch – auch maschinell übersetzt – bekommt spürbar mehr Antworten.
Können Unternehmen außerhalb der EU bei spanischen Großhändlern kaufen?
Ja. Exporteure verkaufen regelmäßig an Käufer außerhalb der EU, meist gegen Vorkasse und zu EXW- oder FCA-Bedingungen. Manche Distributoren beliefern nur den Inlandsmarkt – fragen Sie deshalb früh: „¿Venden a empresas fuera de España?“
Reicht ein Lieferantenverzeichnis, um einem Unternehmen zu vertrauen?
Kein Verzeichnis ersetzt Ihre eigene Prüfung. Die manuelle Kontrolle von Telefon und Domain filtert offensichtliche Fälschungen heraus, aber die Prüfung von NIF, VIES und BORME dauert fünfzehn Minuten und lohnt sich vor jeder Vorkasse.
Welche spanischen Produkte eignen sich am besten für Amazon?
Produkte, bei denen die Herkunft Teil des Werts ist – Olivenöl, Feinkostkonserven, Naturkosmetik, Lederschuhe und Accessoires, Keramik – und für Händler in der EU Konsumgüter, bei denen eine kurze, zollfreie Lieferkette eine günstigere, aber langsamere Beschaffung aus Asien schlägt.


